Ein starkes Gefühl, das weh tut.

Was Sie über Schmerzen wissen sollten.

Das Leben ist schön. Vorausgesetzt, man kann seine Zeit mit einer gewissen Leichtigkeit und ohne Schmerzen genießen. Denn: Schmerzen sind Lebensfreude-Räuber und eine Qual für die Seele. Vor allem, wenn sie chronisch sind. Erfahren Sie mehr über diese unangenehme Wahrnehmung und lernen Sie sie verstehen.

Schmerz – was steckt dahinter?

Schmerz hat viele Gesichter. Er kann zum Beispiel als ein Pochen, Stechen oder Klopfen empfunden werden. Jeder Mensch nimmt Schmerzen anders wahr – auch in den Intensitäten. Es gibt jedoch einen gemeinsamen Nenner: Schmerzen sind Warnsignale des Körpers, die abgeklärt werden sollten. Die unterschiedlichen Wahrnehmungen werden u.a. von dem eigenen Gemütszustand, bisherigen Schmerzerfahrungen, die die Nervenzellen beeinflussen, sowie von genetischen Anlagen beeinflusst.

Von akut zu chronisch

Schmerzen, die einfach nicht verschwinden wollen, sind eine Qual. Leidet ein Mensch mehr als drei Monate unter dauerhaften Schmerzen, spricht man vom chronischen Schmerzsyndrom. Der Grund dafür sind oft dauergereizte Schmerzfühler, die ständig Impulse senden. Auch Fehlsteuerungen im Körper können die Ursache für Dauerschmerzen sein. Dies kommt z.B. bei Rückenschmerzen, Migräne oder dem Schmerzsyndrom Morbus Sudeck vor. Dauerhafte Schmerzen hinterlassen Spuren im Nervensystem, ein sogenanntes „Schmerzgedächtnis“ entsteht. Das Seltsame: Auch wenn der Grund für die Schmerzen nicht mehr da ist, spürt man sie noch, denn die Informationen sind tief in den Nerven verankert. Das Schmerzgedächtnis lässt sich durch eine gezielte Therapie allerdings wieder löschen.

Es gibt übrigens Schmerzformen, die häufig chronisch werden, dazu gehören z.B. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen (z.B. Arthrose) und Tumorschmerzen. Beim chronischem Schmerz ist die ursprüngliche Warnfunktion aufgehoben. Der Schmerz ist nicht mehr das Symptom, sondern eine eigenständige Krankheit, der man aktiv entgegentreten kann.